Die freie Online-Enzyklopädie Wikipedia bleibt in der Türkei des „Sultans vom Bosporus“ Recep Tayyip Erdogan weiterhin gesperrt.

Die von der Wikimedia-Stiftung beantragte Aufhebung der seit fast zwei Wochen bestehenden Sperre des Internet-Lexikons Wikipedia hat ein türkisches Gericht abgelehnt. Als Begründung gab das Gericht gestern in Ankara an, Wikipedia-Artikel brächten „die Türkei mit Terrorgruppen in Verbindung“, wie es die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete.

Andere Sicht der Dinge ist Fake News

Die türkische Kommunikationsbehörde begründete die Sperre also mit angeblichen Fake News in der Wikipedia: „Trotz aller Bemühungen wurde der Inhalt, der fälschlicherweise behauptet, die Türkei unterstütze Terrororganisationen, nicht gelöscht.

Dabei wurde nicht gesagt, um welche Inhalte es dabei genau geht. Der Sender CNN Türk will aber wissen, dass es zwei Artikel auf der englischsprachigen Wikipedia-Webseite über Aktivitäten der Türkei im Bürgerkriegsland Syrien betreffen soll.

So machen das heute nahezu alle Autokraten: Wenn einem etwas nicht gefällt, wird es einfach zu Fake News erklärt. Was der Narzisst Trump in den USA schon lange erfolgreich betreibt, hat auch Despot Erdogan schon häufig beispielsweise gegen Merkel, Deutschland und die EU angewandt – und bis jetzt hat es noch immer geholfen…