Einmal mehr sind es die Amerikaner, genauer gesagt der Hersteller Matell, der von sich reden macht, und einen Chip erfunden hat, der es unseren treuen Vierbeinern ermöglichen soll, Kommentare in den eigenen Twitter-Accounts zu hinterlassen.

Schon jetzt gibt es einige Twitter-Accounts von Vierbeinern, die liebevoll gepflegt werden von Ihren Besitzern, aber das ist kein Twitter-Phänomen, sondern ist mir auch schon in anderen Netzwerken begegnet wie www.wer-kennt-wen.de oder www.biker.de. Also an sich nichts neues. Neu ist allerdings, dass Bello und Trixie demnächst selbst erstellte Kommentare abgeben können. Wie ist das möglich?

Matell macht mit seinem Chip, aus Hundegebell übersetzte Kommentare, also so eine Art Wörterbuch Hund-Mensch. Geräusche und Bewegungen werden per Chip, welches im Halsband des Vierbeiners platziert wird und per USB-Funkempfänger mit dem Computer verbunden ist umgewandelt. Der Computer steuert ein Programm an, welche die Geräusche und Bewegungen in eine von ca. 500 Übersetzungsmöglichkeiten umgewandelt. Dann noch eine automatische Einstellung ins Twitterprofil des Hundes und Wuffi spricht und informiert Frauchen darüber das er sich alleine fühle und sich darüber freut wenn Frauchen bald heim kommt, oder aber beim spielen seinen Schwanz endlich erwischt hat.

Das Hunde und Haustiere allgemein so etwas wie Kindersatz sind, war mir ja bewusst, aber das? Das geht mir persönlich und ich bin sicher die Deutschen sehen das ähnlich, einfach zu weit. Was hat man letztlich davon außer Kosten für die Anschaffung? Ich schaue lieber in die Augen meines Hundes und weiß auch so, dass ich der beste Dosenöffner dieser Welt für ihn bin und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass man in wirtschaftlich schlechten Zeiten für so einen Schabernack auch noch Geld ausgeben wird. Außer einer netten Marketingstrategie von Matell halte ich das für ausgemachten Blödsinn, oder sind Hundebesitzer so Geltungsbedürftig?

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