Hessen hat Tischler-Nachwuchssorgen und geht diese Sorge beherzt und innovativ an. Der Innungsverband hat eine Kampagne ins Leben gerufen, um mehr Auszubildende für genau diesen Zweig des Handwerks zu erreichen, und letztlich zu gewinnen.

Im Jahr 2001 hatte Hessen noch 2800 Azubis und Ende 2009 nur noch 1590 die in allen drei Lehrjahren angemeldet waren. Dies erwog die Innung zu handeln.

Zwei Teams mit jeweils vier Azubis oder Gesellen die gerade die Prüfung hinter sich haben treten gegeneinander an in zehn Disziplinen und der Zuschauer, also in dem Fall der Internetnutzer entscheidet, für welche Gruppe er stimmt. Natürlich finden diese Abstimmungen dort statt, wo die Jugendlichen von heute sich gern aufhalten, nämlich im Internet und zwar im Schülerchat unter www.schuelervz.net

Die Teams treten an in Kategorien wie „Hundhütten bauen“, dem „mashen von Möbeln“, „Schränke bauen“ und noch einige mehr an. Bis zum 3. Mai sind diese Clips online zu sehen und stehen zur Abstimmung bereit. Selbst die Sprache der Clips ist den Jugendlichen von heute angepasst. Wöchentlich sind vom 27.03. bis zum 03.05.2010 andere Wettbewerbsdisziplinen zu sehen. Letztlich soll das Interesse für den Beruf des Tischlers, bzw. Schreiners geweckt werden, denn es werden lt.Geschäftsführer dringend Nachwuchskräfte benötigt, da das Arbeiten an den Maschinen technisch immer anspruchsvoller werde.

User die sich an den Abstimmungen beteiligen, können jede Woche nette Preise gewinnen, wie Akkubohrer, Sweat-Shirts, Poster oder CD`s. Unter allen Jugendlichen die sich beteiligen wird letztlich noch ein Besuch eines Konzerts von „Culcha Candela“ verlost, incl. Backstage-Pass.

Das letztlich gewählte Siegesteam hat außer der Ehre gewonnen zu haben, keinen Gewinn zu erwarten, aber darum geht es in dieser Kampagne auch nicht, für die 500.000 Euro bereit gestellt wurden vom Gesamtverband. Tischler und Schreiner sind lediglich zwei Bezeichnungen für ein und denselben Beruf und so wird selbst beim Titel dieses Wettbewerbes klar, worum es eigentlich geht, nämlich Nachwuchs zu rekrutieren für einen Beruf der Nachwuchssorgen hat.

http://www.giessener-anzeiger.de/lokales/wirtschaft/8486712.htm