Fast täglich werden neue Methoden bekannt, wie uns in- und ausländische Geheimdienste massiv und gezielt ausspionieren und überwachen. In diesem Umfeld galt das Tor-Netz bisher als Garant für mehr Privatheit im Internet, denn es maskiert die eigene IP-Adresse mit IPs von Tor-Rechnern.
Leider kann man sich auf die Anonymität des Anonymisierungsnetzwerks Tor bei der technischen Ausrüstung und Manpower von Gegnern wie der amerikanischen NSA, dem britischen GCHQ und auch dem deutschen BND nicht allzu sehr verlassen. Das zeigt eine aktuelle wissenschaftliche Studie.
Methoden der Mustererkennung erlauben diesen hochgerüsteten Diensten relativ schnell durch Analyse der Datenströme eines oder mehrerer Tor-Relais einen anonymen Datentransfer der letztlich dahinter stehende IP des Benutzers zuordnen.
So lässt sich ein Tor-User mit einer Wahrscheinlichkeit von 80% nach spätestens 6 Monaten “enttarnen”. Hören die Schlapphüte statt eines oder mehrerer Relays sogar ein autonomes System (AS) oder sogar einen Internet Exchange Point (IXP) ab, geht es schon in der halben Zeit.